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Garten winterfest machen: Die Checkliste für ein Wochenende

Garten winterfest machen: Die Checkliste für ein Wochenende

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Kurz gesagt: Sie brauchen zwei Tage. Am Samstag schneiden Sie, räumen Laub und machen die Beete fertig. Am Sonntag stellen Sie das Wasser ab, reinigen Terrasse und Möbel, decken ab und lagern das Werkzeug ein. Der beste Zeitpunkt liegt zwischen September und Mitte Oktober, also bevor die ersten Nachtfröste kommen. Weiter unten finden Sie die komplette Checkliste zum Ausdrucken und zu jeder Aufgabe das Werkzeug, das Sie dafür brauchen.

Wer im September anfängt, hat einen Vorteil: Der Boden ist noch warm, die Tage sind lang genug, und die meisten Arbeiten lassen sich ohne Zeitdruck erledigen. Wer bis November wartet, arbeitet im Matsch und bei sechs Grad. Also: Wochenende blocken, Liste ausdrucken, loslegen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Der erste Nachtfrost kommt in den meisten Regionen Deutschlands zwischen Mitte Oktober und Anfang November. Alles, was frostempfindlich ist – Außenwasserhahn, Regentonne, Kübelpflanzen, Bewässerungstechnik –, muss vorher erledigt sein. Alles, was mit Schneiden zu tun hat, folgt eigenen Regeln:

  • Hecken: Bis zum 30. September ist nur ein schonender Formschnitt erlaubt (Bundesnaturschutzgesetz, Schutz brütender Vögel). Ein starker Rückschnitt ist ab dem 1. Oktober möglich.
  • Sträucher und Obstbäume: Im Herbst nur Totholz und kranke Äste entfernen. Der eigentliche Schnitt kommt im Spätwinter.
  • Rasen: Letzter Schnitt im Oktober oder Anfang November, wenn das Gras nicht mehr wächst. Nicht kürzer als 5 cm.

Das heißt für dieses Wochenende: Sie bereiten vor, räumen auf und schützen. Radikal geschnitten wird erst im nächsten Monat.

Samstag: Schneiden, Laub, Beete

1. Hecke in Form bringen

Ein leichter Formschnitt reicht jetzt völlig. Sie nehmen nur den diesjährigen Austrieb ab, damit die Hecke kompakt in den Winter geht und im Frühjahr dichter austreibt. Mit einer Handheckenschere arbeiten Sie präziser als mit einer elektrischen und kommen auch an Ecken und Kanten sauber heran. Spannen Sie vorher eine Schnur, dann wird die Oberkante gerade.

Werkzeug: Heckenschere mit langen Schneiden

2. Totholz und kranke Äste aus Sträuchern und Bäumen

Gehen Sie einmal um jeden Strauch und jeden Obstbaum. Alles, was trocken, gebrochen oder befallen ist, kommt heraus. Gesunde Triebe bleiben stehen, auch wenn sie Ihnen zu lang vorkommen. Frühjahrsblüher wie Forsythie und Flieder tragen ihre Blütenknospen bereits jetzt; schneiden Sie sie im Herbst, blühen sie im Frühjahr nicht.

Für Äste bis Daumendicke reicht eine Astschere. Eine Ratsche hilft enorm, weil Sie den Schnitt in mehreren Schritten machen, statt mit voller Kraft auf einmal. Ab etwa drei Zentimetern nehmen Sie eine Säge. Bei viel Schnittgut oder dickeren Ästen spart eine Akku-Gartensäge deutlich Zeit und Kraft.

Werkzeug: Astschere mit Ratsche, Teleskop-Astschere für hohe Äste, Klappsäge oder Akku-Gartensäge

3. Stauden zurückschneiden, aber nicht alle

Verblühte, matschige oder umgekippte Stauden schneiden Sie eine Handbreit über dem Boden ab. Standfeste Samenstände wie Sonnenhut, Fetthenne oder Ziergräser lassen Sie stehen: Sie schützen die Pflanze vor Frost, sehen mit Raureif gut aus und ernähren Vögel über den Winter. Die Regel lautet: Was steht, bleibt. Was liegt, kommt weg.

Werkzeug: Gartenschere

4. Laub: vom Rasen herunter, in die Beete hinein

Laub auf dem Rasen nimmt dem Gras Licht und Luft; nach ein paar Wochen haben Sie gelbe Flecken und Pilzbefall. Auf Wegen und Treppen wird es rutschig. Also: Rasen und Wege frei rechen. In Beeten und unter Sträuchern darf das Laub liegen bleiben. Es ist kostenloser Mulch, hält den Boden warm und wird bis zum Frühjahr von Würmern eingearbeitet.

Ein Handrechen eignet sich für Beete und enge Stellen zwischen Stauden besser als ein großer Laubbesen, weil Sie nichts beschädigen. Ein Gartenabfallsack, den Sie neben sich stellen und mitziehen, spart die vielen Wege zum Kompost.

Werkzeug: Handrechen, Gartenabfallsack

5. Beete lockern statt umgraben

Umgraben ist bei den meisten Böden nicht nötig und schadet dem Bodenleben. Lockern Sie die oberen zehn Zentimeter mit dem Grubber, entfernen Sie Wurzelunkraut und decken Sie die Fläche mit Laub oder Kompost ab. Mit der Gartengabel brechen Sie verdichtete Stellen auf, ohne die Bodenschichten zu wenden. Der Spaten kommt nur zum Einsatz, wenn Sie Stauden teilen, ein neues Beet anlegen oder wirklich schweren Lehmboden haben.

Werkzeug: Grubber, Gartengabel, bei Bedarf Spaten

Sonntag: Wasser, Reinigen, Abdecken, Einlagern

6. Wasser abstellen und alles entleeren

Das ist der Punkt, der im Frühjahr am teuersten wird, wenn Sie ihn vergessen. Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus und sprengt Leitungen, Hähne und Tonnen.

  • Außenwasserhahn: Absperrventil im Haus schließen, dann den Außenhahn öffnen und offen lassen, damit das Restwasser ablaufen kann.
  • Gartenschlauch: Abkoppeln, komplett entleeren, aufrollen und frostfrei lagern. Ein Schlauchaufroller erledigt das in zwei Minuten, und der Schlauch bekommt keine Knicke.
  • Regentonne: Leeren oder zumindest zu zwei Dritteln absenken. Mit einer Regenfasspumpe nutzen Sie das Wasser für ein letztes Gießen der Kübelpflanzen und Neupflanzungen, statt es einfach abzulassen.
  • Bewässerungssysteme: Entleeren, Steuergeräte ins Haus holen.

Werkzeug: Schlauchaufroller, Regenfasspumpe

7. Terrasse, Wege und Gartenmöbel reinigen

Was jetzt an Algen, Moos und Schmutz liegen bleibt, wird über den Winter zur Rutschbahn und frisst sich in Fugen und Holz. Spritzen Sie Terrasse und Wege einmal gründlich ab, waschen Sie die Möbel und lassen Sie sie trocknen, bevor Sie sie abdecken.

Bei Holzterrassen: Druck reduzieren, Abstand halten und mit der Maserung arbeiten, sonst reißt die Oberfläche auf. Bei Pflaster mit Sandfugen den Strahl flach halten, damit der Sand nicht ausgespült wird.

Werkzeug: Hochdruckreiniger

8. Abdecken, was draußen bleibt

Gartenmöbel, Grill, Brennholz, Rasenmäher unter dem Carport: Alles, was nicht ins Haus oder in den Schuppen passt, kommt unter eine Plane. Wichtig ist, nicht luftdicht einzupacken. Unter einer vollständig verschlossenen Plane bildet sich Kondenswasser, und das schadet mehr als Regen. Lassen Sie seitlich Luft und fixieren Sie die Plane mit Spanngurten oder Gummiseilen, damit sie beim ersten Herbststurm nicht beim Nachbarn landet.

Werkzeug: Abdeckplane, Spanngurte

9. Werkzeug reinigen, ölen, einlagern

Zum Schluss das Werkzeug, mit dem Sie gerade zwei Tage gearbeitet haben. Erde abbürsten, Klingen mit einem Tropfen Öl abwischen, stumpfe Schneiden nachfeilen. Trocken und hängend lagern, nicht auf dem Boden. Beim Rasenmäher: Benzin leerfahren oder den Tank vollmachen, Akkus halb geladen an einem frostfreien Ort lagern.

Das kostet zwanzig Minuten und ist der Unterschied zwischen Werkzeug, das im Frühjahr sofort schneidet, und Werkzeug, das rostet.

Werkzeug: Ölkanne, Feilen, Arbeitshandschuhe für das ganze Wochenende

Ihr Zeitplan für das Wochenende

Zeit Samstag Sonntag
9–11 Uhr Hecke Formschnitt Wasser abstellen, Schlauch und Tonne entleeren
11–13 Uhr Totholz aus Sträuchern und Bäumen Terrasse und Wege reinigen
14–16 Uhr Stauden schneiden, Laub rechen Möbel reinigen, trocknen lassen, abdecken
16–17 Uhr Beete lockern und mulchen Werkzeug reinigen, ölen, einlagern

Bei kleinen Gärten sind Sie schneller fertig. Bei großen Gärten nehmen Sie sich die Hecke als eigenen Tag vor.

Häufige Fragen

Wann sollte ich den Garten winterfest machen?

Zwischen September und Mitte Oktober, bevor die ersten Nachtfröste kommen. Frostempfindliche Dinge wie Außenwasserhahn und Regentonne zuerst, Schnittarbeiten je nach Pflanze im Oktober oder erst im Spätwinter.

Darf ich im September die Hecke schneiden?

Ein schonender Formschnitt ist ganzjährig erlaubt. Ein starker Rückschnitt oder das Auf-den-Stock-Setzen ist vom 1. März bis 30. September verboten und erst ab dem 1. Oktober möglich.

Muss ich den Außenwasserhahn wirklich abstellen?

Ja, es sei denn, er ist ausdrücklich frostsicher. Absperrventil im Haus schließen, Außenhahn öffnen und offen lassen. Ein geplatztes Rohr in der Wand ist der teuerste Fehler des ganzen Herbstes.

Laub liegen lassen oder entfernen?

Vom Rasen und von Wegen entfernen. In Beeten und unter Sträuchern liegen lassen, dort schützt es den Boden und die Tiere.

Wann ist der letzte Rasenschnitt?

Wenn der Rasen nicht mehr wächst, meist im Oktober oder Anfang November. Nicht kürzer als 5 cm, sonst friert er leichter durch.

Muss ich die Beete umgraben?

In den meisten Fällen nicht. Lockern, Unkraut entfernen, mulchen. Umgraben nur bei schwerem Lehmboden oder bei der Neuanlage eines Beets.

Welches Werkzeug brauche ich mindestens?

Gartenschere, Astschere, Handrechen, Gartenabfallsack, Abdeckplane und Handschuhe. Damit kommen Sie durch das ganze Wochenende. Alles andere macht es schneller oder bequemer.

Unsere Empfehlung zum Thema

Wenn Sie dieses Wochenende nur ein Werkzeug neu kaufen, dann die Amboss-Astschere mit Ratsche. Die Ratsche schneidet dicke Äste in drei kleinen Schritten statt mit einem Kraftakt, das Obermesser ist antihaftbeschichtet und verklebt nicht mit Harz. Sie macht Ihren Samstag spürbar kürzer.

Das Wochenend-Set für Einsteiger:

Alle Werkzeuge aus diesem Ratgeber finden Sie gebündelt in unserer Aktion Herbstcheck 2026.


Werkzeug von Brüder Mannesmann aus Remscheid. Seit über 90 Jahren im Bergischen Land, wo das Wetter zwischen Oktober und März genau das ist, wovor dieser Ratgeber Sie schützt.

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